| 27.10.08
Piraterie im Golf von Aden. i.b.s. stellt die MRU Maritime Response Unit auf.
Die ständig vorherrschende Gefahr von Übergriffen auf die internationale Seeschifffahrt durch so genannte Piraten, speziell am Horn von Afrika sowie mögliche Szenarien für einen verbesserten Schutz von Schiffen, die sich in dieser Region bewegen, hat unser Unternehmen bereits seit dem Jahre 2004 beschäftigt.
Allein im letzten Jahr entstand den Reedereien durch Piraterie in dieser Region ein geschätzer Schaden in Höhe von ca. 50 Millionen US Dollar, wobei diese Aussage wohl eher als Spitze des Eisbergs betrachtet werden kann und die Dunkelziffer deutlich höher liegen dürfte.
Ist doch die einhellige Meinung von Experten, dass die ständig präsente Bedrohung durch Piraterie, sich schon jetzt durch eine Erhöhung von Versicherungsprämien für Transporte und Umlage dieser auf die Transportkosten, die somit zu einer Verteuerung von Gütern führt, auf die Weltwirtschaft auswirkt.
Betrachtet man dazu den Aspekt, dass viele der Einwohner Somalias keine andere Möglichkeit des Erhalts des eigenen Lebensunterhalts sehen und heute bereits geschätzte 3,25 Millionen Einwohner von einer Gesamtbevölkerungszahl von 9 Millionen Menschen, direkt von der Piraterie abhängig sind, ist wohl in absehbarer Zukunft eher mit einer Zuname an derartigen Zwischenfällen, denn mit einer Beruhigung der Lage vor Ort zu rechnen.
Hieran wird auch der Einsatz von maritimen Militäreinheiten im Seebegiet des Horn von Afrika und Golf von Aden, die sich dort bereits seit mehreren Jahren im Rahmen des Einsatzes Enduring Freedom aufhalten, nicht zwangsläufig etwas positiv ändern können.
Da sich nunmehr seit Mai 2008 die Anzahl der Anfragen von Reedereien an unser Unternehmen, nach einem möglichen Schutzkonzept durch maritime Sicherheitskräfte an Bord von Bulk Carriern erhöhten, stellte unser Unternehmen im Jahre 2008 die firmeneigene MRU Maritime Response Unit auf. Die Aufgabe dieser maritimen Schutzgruppe, die vorwiegend aus ehemaligen Mitgliedern militärischer Sondereinheiten besteht ist der Schutz von Schiffen, die sich in so genannten Piracy Hot Spots bewegen.
Durch den Einsatz unserer MRU soll nicht nur die jeweilige Schiffsbesatzung bei der Schiffsführung entlastet, sondern auch die Früherkennung und professionelle Abwehr von Übergriffen durch kriminelle Elemente, erfolgreich dargestellt werden. Hierzu haben wir ein auf diese Einsatzszenarios abgestelltes Schutzkonzept weiter entwickelt.
Vorerst wird der Einsatz unseres Personals planungsgemäß auf Einsätze am Horn von Afrika beschränkt sein, wobei die Durchführung derartiger Schutzaufträge auch durchaus in anderen Regionen vorstellbar ist.